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Kollektiv eigenklang

Kollektiv eigenklang entstand 2017 in der Kasseler Subkultur, als die Gründungsmitglieder im Rahmen der documenta fourteen zusammenfanden, um die Möglichkeiten von organischem Live-Looping und partizipativer Musik zu erforschen. Aus diesem Anfang entwickelten sich die eigenklang-Installation und eine gemeinsame Mission: interaktive Happenings zu schaffen, bei denen das Publikum Kunst und Kultur nicht nur konsumiert, sondern aktiv an ihrer Entstehung teilhat. Das Kollektiv setzt sich zusammen aus schmackhaften multidisziplinären künstlerischen Grundzutaten und wird je nach Ort und Kontext durch befreundete Künstlerinnen verfeinert und abgeschmeckt. Neben der eigenklang-Installation arbeiten die Künstlerinnen mit visuellen Installationen, inklusiver Kunst- und Medienpädagogik sowie professionellen (360°-)Audio- und Videoproduktionen. Sie sind spezialisiert auf inklusive Community-Arts-Projekte, verfügen über langjährige Erfahrung in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung und gestalten Multimedia-Produktionen, die für alle Teilnehmenden zugänglich sind. Interaktion und Improvisation sind wesentliche Elemente ihres künstlerischen Schaffens. In über acht Jahren hat Kollektiv eigenklang mehr als 300 eigenklang-Happenings mit tausenden Menschen in den unterschiedlichsten Kontexten und Ländern veranstaltet – von Clubs, Festivals und Galerien über Wohnprojekte, Straßenkreuzungen und Flussschiffe bis hin zu Regenwaldlichtungen – und dabei die technische Installation sowie die interaktive Performance kontinuierlich weiterentwickelt. Kollektiv eigenklang bewegt sich im Bereich der Community Arts und Community Music, semi-nomadisch zwischen Touring und Gemeinschaftsleben. Das Kollektiv lebt und produziert im ländlichen Brandenburg, arbeitet auf Schloss Bröllin – einem internationalen Kunstproduktionsort – und ist unterwegs zwischen Leipzig und Berlin, immer wieder zu Gast bei verschiedenen Projekten und Gemeinschaften. Diese Lebensweise spiegelt ihr Engagement für authentische Gemeinschaftsarbeit wider und lässt jedes eigenklang-Happening vom jeweiligen kulturellen und sozialen Kontext geprägt werden.

eigenklang ist eine interaktive audiovisuelle Erfahrung, die sich schwer beschreiben lässt. Aufgrund wechselnder Settings, unterschiedlichster Teilnehmerinnen und des Forschungsdrangs des dahinterstehenden Kollektivs ist jede Erfahrung anders: Soundspielplatz, musikalisches Teambuilding, ganz persönliche Klangtherapie oder kollektiver Audiotrip. Der technische Vorgang bleibt immer derselbe: Alle Teilnehmenden sind über Funkkopfhörer mit einem binauralen Mikrofon im Zentrum der Installation verbunden – einer menschlichen Discokugel, die alles hört, was um sie herum geschieht. Mit Loops, Effekten, Samples und Synthesizern entstehen faszinierende Klangwelten, die zum Eintauchen einladen. Die Teilnehmenden können lauschen und genießen oder sich mit der eigenen Stimme, dem Atem, Bewegungen oder jedem anderen Klang einbringen – als Musikerinnen, visuelle Künstlerinnen, Tänzerinnen oder in jeder Ausdrucksform, die entsteht. eigenklang experimentiert mit neuen Formen interaktiver musikalischer Happenings und verwischt die klassischen Grenzen zwischen Zuhörenden und Künstlerinnen, Musik und Zufall, Realität und Wahrnehmung. Jedes Happening ist eine Übung in Gleichberechtigung und nonverbaler Kommunikation durch Klang – denn Musik war schon immer die Sprache, die alle verstehen. Die spielerischen Räume verwandeln das Publikum von passiven Zuhörenden in verspielte Musikerinnen und – hoffentlich – in ein fantastisches Orchester der Klänge. Verwurzelt in der Kasseler Subkultur, wo das Kollektiv während der documenta fourteen (2017) zusammenfand, kehrt eigenklang mit dem RANGE Festival nach Hause zurück: eine interaktive audiovisuelle Installation mit Funkkopfhörern, offen für kollektives Erforschen – ein experimenteller Spielplatz für die Sinne, eine Einladung an die verspielte Seele und für manche auch Therapie. Wir laden euch ein auf eine Klangreise zu Orten, die ihr noch nie erlebt habt.

←Samuel Goldbourne / djfroggy69
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RANGE-FESTIVAL

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Grafik: Jan Grebenstein