Schlagwort: 2025

  • Anita Berger

    „Klangbildner*innen des Alltags“ Hörst du, wie der Alltag klingt?

    Die Welt ist voller Töne, auch dort, wo wir sie kaum vermuten. Ein Glas, das an einen Tischrand stößt. Das Summen elektrischer Geräte. Das Knarzen einer alten Tür. Für mich ist all das Musik: nicht komponiert, nicht inszeniert, sondern entstanden im Augenblick. Ich höre nicht nur mit den Ohren. Wenn Klänge entstehen, sehe ich Linien, fließende Formen, vibrierende Schatten. Klang wird für mich zu einer Bewegung im Raum, zu einem Bild, das sich nicht festhalten lässt. Dieses Werk lädt dich ein, diese Wahrnehmung mitzuerleben. Anleitung: 1. Lege den Kopfhörer in deinen Nacken, mit direktem Hautkontakt. 2. Berühre die Gegenstände. 3. Höre den Klang. Sieh das Licht. Erlebe das Bild.

    Sa. 11.10. 14 – 20 Uhr
    So. 12.10. 14 – 18 Uhr

    WH22 / cdw Kulturareal

    „Umwege erweitern die Ortskenntnis.“ Dieser Satz beschreibt gut, wie ich meinen eigenen Weg sehe. Lange Zeit habe ich in einem Bereich gearbeitet, der von klaren Abläufen und unmittelbaren Anforderungen geprägt war, ein Alltag, der wenig Raum für Kreativität oder Individualität ließ. Parallel dazu hatte ich schon immer ein Interesse an Musik, Kunst und Philosophie, dem ich letztlich im Rahmen eines Studiums vertiefend nachgehe. So lebe ich in einem ständigen Spannungsfeld zwischen den Anforderungen der Realität und den Freiräumen des individuellen Ausdrucks und Denkens. Ein Spannungsfeld, das sich auch in meiner Arbeit zeigt, in der ich Alltägliches in neue Zusammenhänge übersetze und Sinne verknüpfe. Es ist kein radikaler Bruch, sondern ein Nebeneinander, das Schritt für Schritt gewachsen ist. Entscheidend ist für mich nicht, welche Wege ich gegangen bin, sondern wie sie mich geformt haben.“ – Anita Berger

  • Maerie C. Fricke

    einstückseifesein

    ein waschraum
    eine dusche
    gepresste erinnerung zwischen gelblichen fliesen
    ein handtuch an der wand, klitschnass
    ein stück seife
    zitronenseife, 200g, EVP 0,53M
    gedankenfetzen in klang & wort

    Sa. 11.10. 14 – 20 Uhr
    So. 12.10. 14 – 18 Uhr

    Artist Talk

    So. 12.10. 16.30 Uhr

    Waschraum

    Maerie C. Fricke ist bildende Künstlerin. Noch in Kassel, auf dem Weg nach Wien an die Angewandte zur Ortsbezogenen und nächstes Jahr dann an die Kunstakademie Düsseldorf bei Nina Canell. Die künstlerische Praxis von Maerie C. Fricke fokussiert sich auf Materialität und Transformationsprozesse -stets in Bezug gesetzt zu gesellschaftlichen Strukturen und Dynamiken. Der interdisziplinäre Ansatz dehnt sich auf Ebenen des Sounds, Text & Installationen. Themen wie kollektive Erinnerung, Kontinuität von gewaltvollen & radikalen Strukturen und manchmal auch einfach Sehnsucht nach etwas Banalem treiben die Künstlerin an.

  • Svea Marzok

    Das Performance-Video zeigt das intime Gefühl der Unsicherheit, des Zweifels, der inneren Kämpfe, sowie ein Gefühl von Eingeschlossenheit, innerer Isolation und psychischer Belastung. 

Es lädt dazu ein in die emotionale Tiefe einzutauchen, soll Empathie erzeugen und das Bewusstsein schärfen für die Kämpfe, die bei vielen Menschen im Verborgenen stattfinden.

    Sa. 11.10. 14 – 20 Uhr
    So. 12.10. 14 – 18 Uhr

    Artist Talk

    So. 12.10. 16.30 Uhr

    Waschraum

    Svea Marzok ist bildende Künstlerin und studiert seit 2024 an der Kunsthochschule Kassel. Geprägt von Erfahrungen in der Arbeit mit jungen Erwachsenen und biografischen Einschnitten entwickelt sie eine experimentierfreudige, medienoffene Praxis zwischen Malerei und Video. Inhaltlich kreisen ihre Arbeiten um psychische Gesundheit, Persönlichkeitsstörungen und Identität. Sie untersucht, wie Materialität und Emotion in Resonanz treten, und öffnet dafür dialogische Räume, in denen Betrachterinnen und Betrachter aktiv mitdenken und -fühlen.

  • Lea-Maraike Sambale

    Objekt und Klang Veloursfrottee, Rundstahl, Hocker, Ton (10 Min., Endlosschleife)

    Erinnerungskörper in Blau ist eine multisensorische Rauminstallation, die sich mit der Einprägung zärtlicher Berührungen in das somatische Gedächtnis befasst. Lange, dunkelblaue Textilschläuche aus Veloursfrottee hängen von einer spiralförmigen Metallstruktur aus Rundstahl bis zum Boden herab. In ihrer Mitte steht ein blauer Plastikhocker – ein vertrauter Alltagsgegenstand, der in Badezimmern verwendet wird. Die Besucher sind eingeladen, Platz zu nehmen und über Kopfhörer eine zehnminütige Tonaufnahme in einer Schleife anzuhören: das sonore Geräusch eines Föns und das rhythmische Streichen einer Bürste. Erinnerungskörper in blau bewegt sich zwischen alltäglicher Intimität und dem Bewusstsein der Vergänglichkeit. Die großflächige Installation rückt leicht übersehene Momente der Fürsorge in den Mittelpunkt und wirft Fragen nach Nähe ohne tatsächlichen Kontakt auf. Das Werk schafft einen Raum für im Körper gespeicherte Erinnerungen und verhandelt, wie wir uns an Berührungen erinnern können. Beim RANGE Sound Festival wird nur der 10-minütige Klang der Installation zu hören sein.

    Sa. 11.10. 14 – 20 Uhr
    So. 12.10. 14 – 18 Uhr

    Artist Talk

    So. 12.10. 16.30 Uhr

    Waschraum

    Lea-Maraike Sambale (sie/ihr) ist eine transdisziplinäre Künstlerin mit einer hybriden Praxis. Derzeit lebt und arbeitet sie in Wien. Seit 2020 studiert sie Bildende Kunst an der Kunsthochschule Kassel mit den Schwerpunkten Skulptur, Neue Medien sowie Theorie und Praxis. Zuletzt absolvierte sie ein einjähriges Erasmus-Studium an der Universität für angewandte Kunst Wien in der Klasse für transmediale Kunst bei Professor Jakob Lena Knebl. In ihrer künstlerischen Praxis bewegt sich Sambale zwischen sinnlich-haptischen Texturen und digitalen Räumen. Ihre Arbeiten umfassen Multimedia-Installationen, performative Videoarbeiten und textile Objekte. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht die Spannung zwischen Körperlichkeit und technologischen Oberflächen sowie die Erforschung analoger und digitaler Erinnerungskulturen. Sie beschäftigt sich häufig mit sozialen und politischen Machtverhältnissen und Formen der Fürsorge, wobei sie einen besonderen Schwerpunkt auf Perspektiven legt, die oft unterrepräsentiert oder unsichtbar sind. Ihre Arbeiten wurden in Ausstellungsräumen in Kassel, Berlin, Hildesheim, Chemnitz und Wien gezeigt.

  • Elkin Kutluer

    SAND II (2024)
    Sand, Stahl, Zeit
    Die Sanduhr läuft und uns rinnt die Zeit wie Sand durch die Finger. Hörst du den Sand rieseln?
    Die Installation „SAND II“ ist ein Zusammenspiel von Zeit, Bewegung, Form und den dadurch entstehenden Sound. Rieselnder Sand läuft durch den Trichter. Es bildet sich ein Sandhaufen, der ständig am Wachsen ist und den Boden mit der Zeit bedecken. Halte dein Ohr ans Flüsterroh und lausche dem Sand dabei.

    Sa. 11.10. 14 – 20 Uhr
    So. 12.10. 14 – 18 Uhr

    WH22 / cdw Kulturareal

  • Erik Soto Rodríguez

    Durch Soundexperimente, die Umgestaltung von Objekten und die Verwendung von recycelten Materialien schafft er sensible Szenarien, die zwischen dem Organischen und dem Künstlichen oszillieren. Seine Werke bieten eindringliche Erlebnisse, bei denen Licht, Klang und Raum zu lebenden Organismen werden und den Betrachter dazu einladen, ein aktiver Akteur des Werks zu werden. Mit der Verbindung aus technische Präzision und poetischen Dimensionen, befasst sich seine künstlerische Forschung mit Nachhaltigkeit, dem Lebenszyklus von Objekten und der Art und Weise, wie Bilder, Energie und Erinnerung unsere Art, die heutige Welt zu bewohnen, neu gestalten.

    Sa. 11.10. 14 – 20 Uhr
    So. 12.10. 14 – 18 Uhr

    Waschraum

    Erik Soto Rodríguez , Mexiko.

    Interdisziplinärer bildender Künstler, dessen Praxis Installation, bioart und Theaterinszenierung umfasst.

    Mit Post-Chlorophilic Landscape schafft er ein dystopisches Szenario, in welchem sich Leben in neuer Materialität kreiert und Natur mit Technologie verschmilzt.

  • Muyang Lyu


    Beamcircus

    Die Idee des Roboters ist seit langem mit der Vorstellung des Menschen von der Nachahmung des Lebens, der Automatisierung der Arbeit und dem Geist der Maschinen verflochten. Ihre Wurzeln lassen sich bis in die vordigitale Ära zurückverfolgen, ja sogar noch weiter bis zu den Mythen und mechanischen Träumen der Antike.

    Beam Bot ist eine Serie kleiner Roboter, die in den 1990er Jahren von Mark Tilden entwickelt wurde und von Rodney Brooks‘ verhaltensbasierter Robotik inspiriert ist. Der Name BEAM steht für Biologie, Elektronik, Ästhetik und Mechanik. Diese kleinen, insektenähnlichen Kreaturen werden von einfachen analogen primitiven „Neuronen” angetrieben, die so wenig Energie verbrauchen, dass sie oft mit Solarenergie betrieben werden können. Obwohl sie keine Mikrocontroller enthalten und nicht programmiert werden können, bewegen sie sich dennoch auf überraschend komplexe und stabile Weise und reagieren auf ihre Umgebung. Während Tesla und Boston Robots die Aufmerksamkeit des gesamten Internets auf sich ziehen, glänzen diese winzigen elektronischen Käfer still in alten Diagrammen, in vergessenen digitalen Ecken von nicht gepflegten Foren und Blogs.

    Auf dem Festival werde ich mehrere klassische Beam Bots und Synthesizer umbauen, um Chimera-Grillen zu schaffen, die als Installationen präsentiert werden. In dem 30-minütigen Radiobeitrag werde ich eine kurze Geschichte dieser Roboter erzählen und darüber sprechen, wie Bots ähnliche Gefühle hervorrufen wie lebende Wesen und wie sie unsere heutigen Ängste sowie unsere fortschrittliche Sicht auf Technologie und Ästhetik widerspiegeln.


    Sa. 11.10. 14 – 20 Uhr
    So. 12.10. 14 – 18 Uhr

    Ausstellung Waschraum

    So. 12.10. 15.15 Uhr

    Lecture Performance

    Mimikri

    Artist Talk

    So. 12.10. 16.30 Uhr

    Waschraum

    Muyangs kinetische und interaktive Klangobjekte konzentrieren sich oft auf den poetischen Missbrauch kostengünstiger, low-tech und wartungsarmer analoger Schaltkreise, von denen sie viele zufällig im Internet entdeckt hat. Sie glaubt nach wie vor an den Wert und das Potenzial veralteter analoger Schaltkreise im Zeitalter von KI und Programmierung, insbesondere an ihre nicht standardisierten und unvorhersehbaren Eigenschaften. Das Design vieler klassischer Schaltungen basiert auf kontinuierlichen Modifikationen und Verfeinerungen durch unzählige Personen – nicht nur Fachleute, sondern auch Amateure –, durch die neue Anwendungen entdeckt werden. Sie betrachtet DIY als eine medienarchäologische Methode: eine Möglichkeit, kritische Reflexion über Technologie durch mikropolitische, alltägliche Handlungen zu verkörpern.

  • NB Spiders

    Nicht, dass es besonders mitreißend wäre oder wirklich zum Tanzen einlädt. Aber dennoch … es sind genau diese leisen, unaufdringlichen Klänge, die mich manchmal einfach dazu bringen, mich zu bewegen.



    So. 12.10. 18 Uhr


    Radio Tape Release

    Mimikri

    NB Spiders (dey/dem)

    ist eine Sound- und Elektronikkünstlerin, deren Praxis binäre Geschlechterkonstrukte überschreitet und von der Crip-Ästhetik geprägt ist. Sie arbeitet in den Bereichen Performancekunst und Komposition sowie im Bau elektronischer Instrumente und in der Mikroelektronikprogrammierung.

    Sie haben Produktionen am Theater Dortmund, beim IndieCade Festival in Paris, im Hammer Museum in Los Angeles und an der China Academy of Art in Hangzhou realisiert, aufgeführt und präsentiert und sind Residenz-Alumni des Bündnisses internationaler Produktionshäuser über HAU Hebbel am Ufer.

  • Holger Jenss

    Das Projekt „Face the Music oder Der König von Kassel und der grundlegende Wandel des lokalen Nachtlebens” befasst sich mit subkulturellen Bewegungen im Raum Kassel in den späten 1970er und 1980er Jahren, insbesondere mit dem Phänomen der GI-Discos. Vor dem Hintergrund des Kalten Krieges waren bis 1993 (und in anderen Regionen noch länger) US-Truppen hier stationiert, wobei insbesondere schwarze GIs die Musikszene prägten und beeinflussten. Die Vielfalt und Vielfältigkeit der damaligen Clubszene und Musikstile hat mich angesichts der aktuellen Situation der Szene in Kassel und Umgebung überrascht und fasziniert. Insbesondere für schwarze Amerikaner wurde Kassel in den 1970er und 1980er Jahren zu einem zentralen Knotenpunkt für Musik und Austausch. Viele Clubs und Konzertveranstaltungen konzentrierten sich vor allem auf schwarze Genres wie Soul und Funk, später auch Electro und frühen Rap. Daraus entstanden eine Reihe von Bandprojekten zwischen US-Amerikanern und lokalen deutschen Musikern, von denen einige nur von kurzer Dauer waren und ihre Musik oft unabhängig veröffentlichten.Musikalisch brachte diese Zeit viele spannende Umwälzungen mit sich, die zu Genres führten, die noch nicht vollständig ausgebildet waren oder mit anderen Stilen verschmolzen. Neben dem sozialen Kontext und dem politischen Hintergrund interessiere ich mich besonders für die Entstehung und den Wandel der Szene und ihr Potenzial, Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund ein Gefühl der Identität zu vermitteln. Ebenso wichtig sind die Art und Weise, wie Rassismus in der Nachkriegszeit in Deutschland und den USA behandelt wurde (was sich manchmal auch auf das Leben in den Kasernen übertrug), sowie die verschiedenen Formen der kulturellen Aneignung, die innerhalb der Musik und des Nachtlebens stattfanden. In Bezug auf die Region interessiere ich mich auch für die Vergänglichkeit vieler subkultureller Trends und ihren Einfluss auf spätere Entwicklungen. Formal verwende ich für die Lecture Performance drei Vinyl-Veröffentlichungen von Kasseler Bands aus den 1980er Jahren, um verschiedene Aspekte und Entwicklungsstadien der Szene zu beleuchten. Darüber hinaus verwende ich eigene sowie gefundene Fotografien, Videoausschnitte von Live-Auftritten, Aufnahmen von Partys und Auszüge aus Interviews, die ich mit Zeitzeugen und Experten geführt habe.

    So. 12.10. 16 Uhr

    RadioHub Mimikri

    Holger Jenss arbeitet mit Fotografie, bewegten Bildern und Ton. Seine Forschung und künstlerische Praxis konzentrieren sich auf die Analyse normativer Bildwelten, die Konstruktion subkultureller und mainstreamiger Kontexte durch visuelle Codes und deren Übersetzungen sowie postkoloniale Perspektiven auf Fotografie und Populärkultur. Von 2018 bis 2024 lehrte er an der Kunsthochschule Kassel als künstlerischer Mitarbeiter im Bereich intermediale Fotografie. Er lebt und arbeitet in Kassel.

  • Yus

    Radiosendung mit seltsamen deutschen Underground-Tracks aus den 60er- bis 90er-Jahren


    So. 12.10. 17 Uhr

    RadioHub Mimikri

    Yus (28): immer am Musikmachen – und immer auf der Jagd nach Liedern, die fast niemand kennt.

  • Monoyama

    Auf dem Range Festival präsentiert Monoyama eine Live-Performance, die sich mit der Verschmelzung von Klangmodulation und kurzen, vor Ort aufgenommenen Aufnahmen befasst. Durch die Kombination dieser unmittelbaren Feldaufnahmen mit komplexer elektronischer Bearbeitung entsteht eine komplexe und dennoch feinfühlige Klangmischung. Dieses dynamische Zusammenspiel schafft eine neue Art der Klangwahrnehmung und lädt das Publikum zu einem immersiven und reflektierenden Hörerlebnis ein.

    Freitag 10.10. 23.30 Uhr

    Neue Nachrichtenmeisterei

    Monoyama lotet die Grenzen des Klangs an der Schnittstelle von Raum und digitaler Ästhetik aus.

    Seine Werke verbinden komplexe Texturen mit minimalistischer Klarheit und schaffen immersive Klanglandschaften, die die Wahrnehmung herausfordern und die Zuhörer auf eine sinnliche Entdeckungsreise einladen. In seinen Performances entfaltet sich seine Architektur mit einer kontemplativen Intensität, die Neugier weckt und Raum für Reflexion schafft.

  • Cat Woywod

    Durch nichtlineare Zeiterfahrungen mögliche Zukünfte katalysierend, verweben Cat Woywod’s Live-Kompositionen Klangtopografien mit Feldaufnahmen, elektronischer Bearbeitung und Stimme.

    Zwischen Meditation und Katharsis, reflektieren ortsspezifischen Rituale menschliche und nicht-menschliche Sinneserfahrungen. Häufig für Filmmusik, Klanginstallationen, Instrumentalkompositionen und Sounddesigns beauftragt, arbeitet Cat Woywod auch als Live-Performer international mit Tänzern und multidisziplinären Künstlern zusammen.

    Durch die Ohren träumen, schafft es einen Zeit-Raum für klangvolle Cripqueer-Hoffnung inmitten apokalyptischer Katastrophen.

    „Like Ghosts in the Sun“ – Live Composition Remixes

    Samstag 11.10. 21.30 Uhr

    Neue Nachrichtenmeisterei

    Cat Woywod hinterfragt Wahrnehmungsgewohnheiten.

    Als Nachfahre von Kunsthandwerker*innen in Post-Mauerfall Deutschland geboren, wuchs es im Silicon Valley, USA, im Braunkohlebergbau am Niederrhein, in der Kalk-, Schiefer- und Metallindustrie des Bergischen Lande und auf den Ackern der oberbayerischen Voralpen auf und landete 2016 in Kassel

    Cat Woywod arbeitet als freischaffende*r Künstler*in, Sounddesigner*in, Ton-und Lichttechniker*in und Drag-Thing mit eigenartigen Wahrnehmungen von Zeit und Raum. Im Jahr 2023 wurde es mit dem „Kasseler Kunstpreis für Intermedia-Kunst”der Dr. Wolfgang Zippel-Stiftung ausgezeichnet und ist von 2024 bis 2026 postgraduierte*r Meisterschüler*in für „Klangkunst/Komposition” bei Prof. Kiefer an der HfM, Johannes-Gutenberg-Universität Mainz.

  • Xrom

    Xorm ist eine audiovisuelle Performance, die in einem fiktiven Science-Fiction-Universum spielt und von Dungeon Synth inspirierte elektronische Musik mit immersiven CG-Visuals verbindet. In einem einstündigen Live-Set taucht Jonas Eschner in die Welt von Xorm ein. Von unendlichen Kasten bis hin zu Frutiger-Delfinen – die Reise kann beginnen.

    Freitag, 10.10., 21:30–22:30 Uhr

    Neue Nachrichtenmeisterei

  • Allen Homburg

    Das Projekt „Abrasive“ von Allen Homburg arbeitet mit modernen folkloristischen Samples. Stark verzerrt und rapide wiederholt, wirkt der Klang alter Melancholie gegen einen mechanischen Groove.

    Saturday 11.10. 11:30 – 00:10 Uhr

    neue Nachrichtenmeisterei

  • (b)engel

    Experimentelles DJ-Set, gemischt mit eigenen Produktionen sowie Klanglandschaften und Spoken Word

    Samstag 11.10. / So. 12.10.
    02:25 – 03:25 Uhr

    Neue Nachrichtenmeisterei

    (b)engel, früher bekannt als gemini, ist ein queere*r DJ und Produzent*in aus Kassel. Wenn sie ihren DJ-Stil beschreiben müssten, würden sie ihn als unberechenbare, energiegeladene Mixes mit 130 bis 190 BPM bezeichnen. Ihre Produktionen unterscheiden sich jedoch davon: Ihre erste EP VOID* basiert auf feministischen Theorien über die Konstruktion des Monströsen in Film und Kino. Sie konzentrieren sich darauf, Geschichten zu erzählen und eine bestimmte Stimmung für beide Disziplinen zu schaffen, die dazu einladen, auf der Tanzfläche von gespenstischen Landschaften zu träumen.

  • META

    Für das Range Festival wird META eine elektroakustische Live-Improvisation aufführen. Diese Sessions bilden den Kern ihrer musikalischen Arbeit als Kollektiv und sind sowohl musikalische als auch nicht-musikalische Erkundungen ihrer gemeinsamen Gefühle im Moment und eine Reflexion der Umgebung. Sie dauern in der Regel 30 bis 45 Minuten und durchlaufen verschiedene Phasen und Stimmungen. Sie bestehen aus verstärkten akustischen Instrumenten, Synthesizern, mehrstimmigem Gesang und gesprochenem Wort, Klanglandschaften und gefundenen Klängen, die durch ihr gemeinsames Klanggedächtnis und das Vertrauen zueinander miteinander verwoben sind. Die Zuhörer können Klanglandschaften erkunden, sich hinlegen oder zurücklehnen und den kollektiven Traumlandschaften von META folgen.

    Samstag 11.10. 20 Uhr

    Neue Nachrichtenmeisterei

    META ist ein Klang- und Lichtkunstkollektiv mit Sitz in Darmstadt und Schwanheim (GER), das für seine immersiven Ambient-, Drone- und Free-Folk-Improvisationen bekannt ist, die sich mit Themen wie Fragilität, Trauma, Unbewusstem und Trance auseinandersetzen. Seit 2021 spielen sie in wechselnden Konstellationen und zeigten ihre Installationen und Performances unter anderem im Casino Luxembourg, beim Experimance Festival und während ihrer Residency im Frise Künstler*innenhaus Hamburg. Die aktuelle Besetzung umfasst die Lichtkünstlerin Karen Fritz, die Multimedia-Künstlerin Katharina Hamp und den Sounddesigner und Field Recordist Dirk Dullmaier.

  • Thea Josepha Konatsu

    ECHO

    Soundperformance mit Stimme und Loop Station

    Echo – die, der die Sprache genommen wurde, aber das letzte Wort behielt. Ihre Stimme wird neu zusammengesetzt: fragmentiert, geloopt, vervielfacht. Wiederholung als Widerstand, Resonanz als Rückgewinnung von Raum, ein vielstimmiges Selbst, eine emanzipatorische Form?

    Freitag 10.10. 20 Uhr

    Neue Nachrichtenmeisterei

    Thea Josepha Konatsus intermediale Praxis beschäftigt sich mit der Dislokation und dem Einfluss kultureller Prägungen auf das Verständnis von Geschichte und Erinnerung. Erinnerungen, Fragmente und Schnipsel werden in veränderbaren Montagen zusammengeführt und in Geschichten, Bewegtbild und Sound verwoben.