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Diego Asens

Parallel zu meinem Studium an der Kunsthochschule Kassel habe ich in den letzten Monaten eine digitale Plattform entwickelt, die sich auf Klangkunst und Musik konzentriert und einen Radiosender, ein Archiv, Sammlungen sowie didaktische Tools umfasst. Wir haben sie im April dieses Jahres als Weiterentwicklung des Projekts „Chair Radio“ gestartet, einer Reihe von Radiosendungen, die über mehrere Monate im Jahr 2025 live aus unserem Studio und über Trafo Radio ausgestrahlt wurden. Dort war ich vor allem auf der technischen und kuratorischen Seite tätig, baute Kooperationen mit Künstler*innen aus der Stadt und darüber hinaus auf und stellte Programme mit einer großen Vielfalt an Stimmen und Formaten zusammen. Meine Arbeit lässt sich auf verschiedenen Ebenen verstehen, aber mein besonderes Interesse gilt dem Ziel, Menschen zu erreichen und Räume zu schaffen, in denen sich die Menschen, die meinen Alltag ausmachen, willkommen fühlen und sich einbringen können. Ich weigere mich, Kunst als etwas Elitäres zu betrachten. Daher ist das, was ich schaffe, meist von allem Überflüssigen befreit und auf das Wesentliche reduziert, aus dem es sich weiterentwickeln kann. Diesem konzeptionellen Ansatz folgend begann ich schon recht jung, mich in der Hip-Hop-Szene im Norden Madrids zu engagieren. Ich malte Graffiti und rappte, was mich später als DJ in die Techno-Szene führte, und ich begann, Veranstaltungen und illegale Raves zu organisieren, was ich bis heute tue. In den letzten Jahren habe ich mich, diesen Strömungen folgend, auf eine rauere und experimentellere Art und Weise der Welt des Klangs zugewandt. Ich schaffe Klanginstallationen, führe Performances bei Veranstaltungen wie „Vera Sonora“ oder in Radiosendungen wie den „Trafo Listening Sessions“ durch und arbeite dabei mit meinem Körper, mit Feldaufnahmen, analogen und digitalen Instrumenten, alten Kassetten und Flamenco-Schallplatten. Im Rahmen des Rundgangs 2024 haben wir „Sobremesa“ ins Leben gerufen, ein Gemeinschaftsprojekt, bei dem wir durch das gemeinsame Kochen und Essen einen Raum für Austausch, Zusammenkunft und Erholung geschaffen haben und in diesem Jahr mehr als 40 Menschen, Gruppen und Kollektive zusammengebracht haben. Seitdem wurde das Projekt zweimal mit Schüler*innen der Hegelsbergschule weiterentwickelt und nahm im Rahmen des Gallerie Fest 2025 gemeinsam mit dem Verein Ag Südstadt im Raum MOOIMOOI statt.

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RANGE-FESTIVAL

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Grafik: Jan Grebenstein